Das deutsche Gesundheitssystem und Unternehmensberatung

Historisches zum deutschen Gesundheitssystem und Unternehmensberatung

Auch die Unternehmensberatung hat im deutschen Gesundheitswesen eine lange Tradition. Die Wurzeln des derzeitigen deutschen Gesundheitssystems liegen im Jahre 1883, als der Reichstag ein nationales Sozialversicherungssystem, das sogenannte Bismarcksche System, eingeführt hat.
Bedingt durch die zunehmende Industrialisierung bei gleichzeitig schlechten Lebensbedingungen vor allem der städtischen Arbeiterschaft, schlug Reichskanzler Bismarck aus ordnungspolitischen und wirtschaftlichen Überlegungen 1881 die Einrichtung einer reichsweiten, staatlich unterstützten Krankenpflichtversicherung für Arbeiter bis zu einer gewissen Einkommenshöhe vor. Die dazu eingerichteten Krankenkassen wurden sowohl durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber beitragsfinanziert wie auch selbstverwaltet, jeweils im Verhältnis zwei zu eins. Die Kassenleistungen umfassten 1883 neben kostenloser Heilbehandlung, Medikamenten und bestimmte Hilfsmittel wie Brillen auch Krankengeld für maximal 13 Wochen, wobei weitere Kann-Leistungen der Krankenkassen gesetzlich ermöglichst wurden (vgl. Busse/Riesberg 2005, S.14-16). Insgesamt waren ca.10% der Gesamtbevölkerung im Jahre 1885 in der GKV versichert, wobei die Zahl auf 34% im Jahre 1938 stieg. 1987 waren in der alten BRD 88% und bereits 1949 in der DDR fast 100% der Bevölkerung gesetzlichen krankenversichert. Diese Zunahme der Krankenversicherten kam sowohl durch eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, als auch durch den Einschluss weiterer Berufsgruppen und die Integration Arbeitsloser, Familienmitglieder, Rentner, Studenten und Behinderter zustande (vgl. Busse/Riesberg 2005, S.18).

Beiträge und Ausgaben (Hier gerade ergibt sich Handlungsbedarf durch eine Unternehmensberatung und Unternehmensberater) der GKV sind seit Einführung der GKV deutlich gestiegen , was durch eine Ausweitung des Leistungskataloges der Kassen bedingt war, wobei das Verhältnis der Geldleistungen zu Sachleistungen zur Erkennung und Behandlung von Erkrankungen im Laufe der Zeit kontinuierlich abnahm. Diese Leistungsverschiebung ging einher mit einer Zunahme der Beschäftigten im Gesundheitswesen, wobei vor allem die niedergelassene Ärzteschaft eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung des Gesundheitswesens bis zur Gegenwart einnahm.